AMA Acoustic Guitar Duets
AMA-Verlag
Stephan Bormann, Acoustic Guitar Duets
Stilrichtungen (u. a. Blues, Bossa Nova, Rock, Pop, Samba und Latin Jazz) für zwei Gitarren von leicht bis mittelschwer.
- Noten/Tab 13 Stücke verschiedener
- 102 Seiten, inkl. CD (Hörbeispiele + Play-backs)
- Best.-Nr. 610130
- ISBN 3-927190-26-8
- ISMN M-700185-00-8
Ich habe die Stücke für akustische Gitarren geschrieben, da die dynamischen Ausdrucksmöglichkeiten nicht mit denen der elektrischen zu vergleichen sind. In vielen Rock, Pop und Jazzgruppen wird sie eingesetzt, um der Musik Wärme zu verleihen. Die akustische Gitarre ist für jeden Gitarristen eine Herausforderung, da sie ihn technisch und physisch fordert. Mit einer guten Spieltechnik auf diesem Instrument kommt er leicht auf der elektrischen Gitarre zurecht und erreicht problemlos hohe Geschwindigkeiten, saubere Hammer ons und Pull offs, eine fließende LegatoSpielweise usw.. Damit die linke Hand nicht ermüdet, ist es unabdingbar, mit wenig Kraft zu arbeiten. Das ist mit Konzentration und erst über einen längeren Übungszeitraum hinweg zu erreichen.
Dieses Buch ist für E und Konzertgitarristen geeignet. Der EGitarrist bekommt neue technische und dynamische Anregungen und erweitert seine Ausdrucksmöglichkeiten durch die Stilistik lateinamerikanischer und klassischer Musik. Im Zeitalter der Licks kommt ihm das Spielen eines durchkonzipierten Stückes zugute, da Genauigkeit mit Ausdauer verbunden wird. Der klassische Gitarrist bekommt Anregungen von der zeitgenössischen Harmonik und Rhythmik. Eingefügte Improvisationsteile fordern ihn in Spontanität und Lockerheit.
Das Buch ist natürlich auch dem Lehrer dienlich, da es ihm ermöglicht, Schüler zu begleiten. Jedem Stück ist eine bestimmte Stimmung eigen, die nicht in Noten ausdrückbar ist. Die Musiker müssen sie zum Leben erwecken. Über allem steht der Spaß am Spielen und Hören dieser Musik.
Zur Benutzung des Buches:
Die Stücke dieses Buches sind keiner Stilrichtung hundertprozentig zuzuordnen, sie stellen wie die meiste Musik, die heute entsteht, das Ergebnis einer Fusion verschiedenster Einflüsse dar. Die Erklärungen zu den Stücken beginnen in der Mehrzahl mit einer "Short History" über den deutlich hörbaren Haupteinfluß. Den Texten sind gelegentlich Beschreibungen der konzeptionellen Idee beigefügt, die dir helfen sollen, die Stücke zu verstehen. Was du verstehst, merkst du dir leichter. Mit den Beschreibungen zu den Stimmen (Gitarre I und II) möchte ich dich auf die Besonderheiten aufmerksam machen. Die Reihenfolge der Stücke ist so aufgebaut, daß sie einfach beginnen und im Verlauf des Buches der Schwierigkeitsgrad zunimmt.
Ich empfehle dir, die Noten und Texte beim Anhören der Stücke auf der CD mitzulesen. Das wird dir manche Passage bzw. Erklärung noch verständlicher machen. Da die Gitarren getrennt (linker Kanal Gitarre I, rechter Kanal Gitarre II) aufgenommen sind, hast du die Möglichkeit, die Stimme, die du gerade übst, stummzuschalten.
Übe mit Metronom oder Drumcomputer und beginne langsam, da eingeschlichene Fehler schwer wieder herauszubekommen sind. Manchen Stücken sind Timingübungen mit dem Metronom beigefügt. Sie sollen dir helfen, ein gutes Timing zu entwickeln. Ich empfehle dir, die Stimme, die du gerade übst, so zu automatisieren, daß du nicht mehr über Technik und Stilistik nachdenken mußt und infolgedessen den Kopf frei hast für die Musik. In allen Stücken sind die Fingersätze (laut Tabulatur) Vorschläge, die du nach eigenem Empfinden abändern kannst. Spiele, was deiner Meinung nach leicht zu greifen ist bzw. gut klingt. Solltest du noch (unbegründet) Scheu vor dem Improvisieren besitzen, kannst du auf meine Solovorschläge zurückgreifen. Falls du in den SoloTeilen improvisieren möchtest, sollen dir die notierten Skalen als Orientierung dienen. Die ausgefüllten Noten zeigen dir die Akkordtöne plus Septime, die hohlen Noten die Optionen. Die in der Tabulatur notierten Lagen stellen natürlich nur eine Greifmöglichkeit dar.
Während der SoloTeile, die beliebig verlängert werden können, sollten sich Gitarre I und II abwechseln. Die Leersaiten am Anfang der CD dienen dir als Stimmreferenz. Versuche, dir nur im begrenzten Maße "Informationen" einzuflößen und immer den Spaß am Spielen zu bewahren.